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schaffe, schaffe, Häusle baue – Project Skyline

Ich bin absolut kein Großstadtmensch, und vielleicht geht es anderen Landeiern ja ähnlich. Aber wenn ich mich Frankfurt nähere und sehe, wie sich die Skyline der Stadt am Horizont abzeichnet, ist das schon beeindruckend.

Project Skyline | Florian Maas | Piatnik auf BGG

💡 Florian Maas 🖌️ Lars Besten 👤 2-4 Personen ab 12 Jahren 🕋 Piatnik 2026 🕐 ~ 45+ Minuten❔ Deckbuilding

In „Project Skyline“ verschlägt es euch je nach Spielplanseite in die Metropolen New York City oder Tokio. Dort werdet ihr Wolkenkratzer errichten. Dabei wollt ihr aber mit euren Etagen aus Kunststoff, die sich hervorragend aufeinanderstapeln lassen, nicht nur in die Höhe wachsen. Nur wer sich strategisch nah an den Monumenten der Stadt platziert, hat am Ende die besten Chancen auf den Sieg.

Das ist jetzt von der Grundidee alles nicht so neu. Spiele, bei denen man Stockwerke aufeinanderstapelt, gibt es auch auch aus der jüngsten Vergangenheit. Ich erinnere mich beispielsweise an Tower Up oder Cities. Und vielleicht habt ihr ja auch noch ein angestaubtes Manhattan in eurem Regal stehen.

Manhattan Bau-Murder History


und hier kommt der unterschied

„Project Skyline“ kommt aber mit einer Überraschung, denn in seinem Herzen ist es ein kartengetriebener Deckbuilder. Bist du an der Reihe, spielst du alle Karten einer Farbe von deiner Hand aus. Damit hast du schon mal die zusätzliche Aufgabe, deine Aktion effizient zu gestalten, und deswegen darfst du immer zu Beginn deines Zuges deine Kartenhand aufbessern. Ein offener Markt mit Karten steht dir also schon am Anfang zur Verfügung. Dafür brauchst du Geld, was in „Project Skyline“ gleichbedeutend mit Siegpunkten ist.

Mit deinen ausgespielten Karten baust du Etagen innerhalb eines farbigen Bereichs des Spielplans. So wachsen dann Stück für Stück die Wolkenkratzer in die Höhe. Dabei gilt aber, dass dir ein Gebäude nicht alleine gehört. Nur die Person, die das oberste Stockwerk gesetzt hat, beansprucht das Gebäude auch. Deine Karten können dir aber auch Siegpunkte bringen oder Effekte auslösen.

Immer auf der Suche nach besseren Karten


Wie in jedem Deckbuilder liegt der Erfolg im Spiel darin, die langweiligen Startkarten mit neuen Karten mit besseren Effekten zu ergänzen oder auszutauschen. Das notwendige Geld besorgst du dir am effektivsten über Gebietswertungen. Ist eine farbige Fläche auf dem Spielplan komplett gefüllt, ist Zahltag. Ansonsten solltest du auch immer ein Auge darauf haben, dass du markante Punkte der Stadt miteinander verbindest. Dann werden Boni ausgeschüttet.

Wer mit seinen skrupellosen Machenschaften zuerst die 55-Punkte-Marke überschreitet, löst das Spielende aus. Das ist nicht automatisch der Sieg, denn es werden noch Punkte für Karten in deinem Deck gewertet. Zusätzlich haben New York und Tokio auch noch Bedingungen, die du erfüllen kannst, um die entscheidenden Punkte zu sammeln. Und natürlich gewinnt die Person mit den meisten Punkten.

beste Baulage am Hudson River


für wen ist es was

Gibt es eigentlich irgendwo das ungeschriebene Gesetz, dass Stadtbauspiele immer derbe konfrontativ sein müssen?
Was mir als Charaktermerkmal des Spiels viel Spaß macht, hat andere bei „Project Skyline“ brutal gestört. Was du baust, kann ich dir direkt nach deinem Zug wieder wegnehmen. Und wenn du und ich das nächste Mal an der Reihe sind, treffen wir wieder nur die Bauruinen unserer Strategie.

Damit das aber nicht zu frustrierend wird, wird dein Gewinn deiner Aktionen unmittelbar nach deinem Zug ausgeschüttet. Das finde ich zusammen mit dem vorgezogenen Zugriff auf den Kartenmarkt eine sehr bemerkenswerte Mechanik-Kombination.

Extrapunkte in Tokio


Weniger gelungen ist meiner Meinung aber, dass es keine unterschiedlichen Wertungen für die Stadtpläne gibt. Ihr spielt in New York und Tokio in jeder Partie auf die gleichen Endbedingungen Wie cool wäre das, wenn es in „Project Skyline“ da eine Auswahl an Wertungsbedingungen gäbe?

Ansonsten möchte ich euch anraten, „Project Skyline“ mit 3 oder 4 Personen zu spielen. Und ganz wichtig: vertragt euch am Ende einer Partie wieder und merkt euch genau, wem ihr das nächste Mal die Pläne durchkreuzt.


klugschiss zum schluss

„Project Skyline“ ist in Österreich übrigens zum „Spiel der Spiele“ 2026 nominiert. Die Konkurrenten dieses Jahr sind Railroad Tiles und Take Time. Am 27. Juni wird in Wien bekanntgegeben, wer mit dem Titel ausgezeichnet wird.

Transparenzhinweis: 
Das Spiel wurde zu Rezensionszwecken ohne Auflagen zur Verfügung gestellt.

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