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was macht eigentlich Bruno – Sandra schaut nach Frankreich

Bonjour und herzlich willkommen zum neuen Podcast-Format mit Fremdsprachenprädikat. Frankreich-Korrespondentin Sandra sucht für euch die Perlen in der frankophonen Brettspielszene. Unser Nachbarland kann nicht nur Wein, Käse und gute Küche – Frankreich ist längst zum absoluten Powerhouse der europäischen Brettspielwelt geworden!

Sandra findet für euch die Spiele, die mit wunderschönem Design, cleveren Mechaniken und ganz viel Herzblut überzeugen. Was lohnt sich wirklich? Welche Importe solltet ihr auf dem Schirm haben? Und wo belohnt euch das Warten, bis ein Spiel bei einem deutschen Verlag landet. Sandra hat für euch ein Menu aus drei aktuellen französischen Spielen zusammengestellt.

mesdames, messieurs, c’est parti!

Zum Entrée serviert uns Sandra das Stichspiel „Moustache“. Als Hauptgang legen wir Plättchen bei „Viva Catrina“, bevor das Kartenspiel „Amarok“ unser französisches Drei-Gänge-Menü perfekt abrundet. Und das Beste: alle drei Spiele könnt ihr schon 2026 als deutsche Lokalisierungen in den Händen halten.

Moustache

Spielidee von Alexandre Aguilar und Jules Messaud
Illustrationen von Manu Gorobeï
Lumberjacks Studio 2025
für 3-6 Personen in 20 Minuten
Stichspiel

Sandras Begeisterung für „Moustache“ hat gleich mehrere Gründe: Zum einen mag sie das Stichspiel wegen der wechselnden Teammöglichkeiten und den cleveren Sonderregeln, die in jeder Runde neu ins Spiel kommen. Noch viel mehr hat sie sich aber in die wunderschönen Illustrationen der Spielkarten verliebt.

„Das macht mir jedes Mal so viel Freude, mir diese Karten von Mustache anzusehen, weil es mit der Größe von Schnurbärten der abgebildeten Tiere auf den Karten spielt. (…) Es ist fantastisch, wenn man dann einen Hamster mit einer Zehn ausspielt und der dann so einen riesigen Schnurbart hat, der sich um sein Gesicht wickelt. (…) Das zaubert mir jedes Mal Lächeln ins Gesicht. Also alleine dafür ich würde mir die Karten auch an Kühlschrank hängen.“

„Moustache“ erscheint in Deutschland bei Kosmos ↗ und soll im August erhältlich sein. Da braucht es also fast keine Geduld mehr, um Sandras Vorspeise kennenzulernen.

plat principal mexicaine

Für Sandras Hauptgang „Viva Catrina“ braucht nur wenige Minuten Erklärung. „Sehr bunt, sehr detailreich, ein richtig feines Familienspiel“, urteilt Sandra über das Plättchenlegespiel, das thematisch den mexikanischen Feiertag Día de los Muertos ↗ aufgreift.

Viva Catrina

Spielidee von Fred BoulleGrégory Grard
Illustrationen von Jérémie Fleury
The Flying Games 2025
für 2-6 Personen in 30 Minuten
Plättchenlegen

Was „Viva Catrina“ euch spielerisch abverlangt, bewertet Sandra als sehr intuitiv. Das Spiel ist eben mehr ein Brecher, was die Materialqualität angeht, als bei der Komplexität. Zudem sei es sehr verzeihend, wenn man mal nicht das Wunschplättchen bekommt.

Die Qualität von „Viva Catrina“ hat sich rumgesprochen. Im Herbst 2026 wird das Spiel bei Huch! erhältlich sein. Eine deutsche Anleitung ↗ zum Spiel findet ihr dort auch schon.

wolf zum dessert

Zum Nachtisch gibt’s was cooles – wenn man „Amarok“ zumindest von seiner mythologischen Herkunft aus betrachtet. Amarok ↗ ist der Name eines riesigen Wolfs aus der kalten Sagenwelt der Inuit.

Amarok

Spielidee von Charlène Chaps
Illustrationen von Baptiste Perez
Subverti  2026
für 3-6 Personen in 15 Minuten
Kartendeduktion

Sandra war von Anfang an schockverliebt. Ihr erster Kontakt mit „Amarok“ stammt aus ihrem Engagement für den luxemburgischen Spielepreis Bistrospill ↗. Dort testet sie mit ihren Kolleg:innen aktuelle Spiele des Jahrgangs. Das wichtigste Kriterium: Sie müssen umkompliziert in Bistros und Cafés spielbar sein. Fünf davon kommen dann in eine Auswahlliste – eins davon wird von Journalist:innen und Fachleuten aus der luxemburgischen Brettspielwelt mit dem Titel Bistrospill gekürt.

Sandra zeigt sich fasziniert von der Leistung der Autorin Charlotte Chaps, mit so einfachen Mitteln ein so „frisches und neues“ Spiel zu entwickeln: spiel einfach zwei Karten aus. Dabei is aber nichts tabu, denn du darfst auch die Karten der anderen ausspielen.

Die Anleitung ist zwar auf Französisch, das Spiel aber komplett sprachneutral. Als kleinen Meckerpunkt merkt Sandra an, dass die Karten recht groß und für kleine Hände schwer zu mischen sind. Unser Tipp: das gute, alte Kindermischen. Und wenn ihr neugierig geworden seid, gibt’s noch einen Tipp dazu: Amarok erscheint ebenfalls 2026 bei Huch! Und wer sich mehr Appetit anlesen will, findet bei uns natürlich auch Sandras Rezension ↗ zu „Amarok“.

Aber nach dem Essen ist vor dem Plausch. Im Nachgang des Menüs gibt Sandra einen Einblick in ihre Überlegungen zu den Unterschieden zwischen der französischen und der deutschen Spielewelt.

Alles das gibt es für euch in der aktuellen Folge von Alles außer Toplisten.
Die gibt es hier und natürlich dort, wo auch deine anderen Lieblingspodcasts laufen.

Und wenn dir gefällt, was wir machen, sag es gerne weiter.

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